Ich laufe jetzt seit Freitagabend (nein, nicht durchgängig, ihr Pappnasen!) mit den neuen Ohrstöpseln von Apple rum. Das ist hier also quasi der ultimative Praxistest.
Ich habe in dieser Zeit vorwiegend Podcasts und Musik von Kettcar, Matchbox Twenty, Joss Stone, Michael Jackson und REM gehört, decke also immerhin eine halbwegs brauchbare Bandbreite ab.
Apple hat schon Recht mit dem was sie so über die EarPods sagen: der Sound ist besonders in den Höhen deutlich klarer und die Bässe sind “mächtiger” als bei den Vorgängern. Wunder darf man von den kleinen Plastikdingern natürlich nicht erwarten. Gerade was die Bässe anbelangt kommen sie lange nicht an meine Sennheiser MM400 ran – in allen anderen belangen aber schon.
Und, ja, sie sind zumindest mit meinen Ohren nochmals deutlich komfortabler zu tragen (ich hatte auch mit den Vorgängern schon keine/kaum Probleme). Da der Klang jetzt direkt ins Ohr gerichtet wird, kann ich das iPhone beim Musikhören jetzt deutlich leiser gestellt lassen – es geht nicht mehr so viel Schall “verloren”, um’s mal platt zu formulieren. Trotzdem sind’s kein In-Ear-Dinger, man bekommt also noch hinreichend von seiner Umwelt mit.
Ein Feature, das glaube ich noch nirgends wirklich gewürdigt wurde: die neu gestaltete Kabelfernbedienung. Sie sind jetzt ein ganzes Stück höher und ist zu allen Seiten merklich abgerundet wurde, was einen ganz großen Vorteil hat: sie bleibt nicht mehr am Kragen von Hemd und Polo-Shirt hängen. Klingt banal, aber die alten Ohrhörer (bzw. den rechten) habe ich mir zig Mal pro Tag beim zügigen Nach-links-drehen des Kopfes aus dem Ohr gerissen, eben weil die Blöde Fernbedienung hängen geblieben ist.
Nicht schlecht Apple! Trotz allem sind’s nicht mal die besten Ohrstöpsel, mit denen ich je Musik gehört habe — aber ganz bestimmt die besten in der Preisklasse um 30€, die die Dinger einzeln kosten.
